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Ihre Organisation möchte Teil unseres Netzwerkes werden?

Als Digitalmentor:in geben Sie Ihre Erfahrungen und Ihr Wissen weiter und begleiten wohnortnah ältere Menschen auf ihrem Weg in die digitale Welt.

In einer einmaligen Schulung werden Sie auf Ihre ehrenamtliche Aufgabe vorbereitet und mit Materialien ausgestattet. Zudem steht Ihnen die Koordinierende Stelle im Albertinen Haus für fachliche Begleitung und Fragen zur Verfügung. Sie möchten mehr erfahren? Dann lesen Sie hier alles über die Schulung zur:m Digitalmentor:in!

Sie benötigen Unterstützung durch ehrenamtliche Digitalmentor:innen?

Rund 100 Angebote für Digitalschulungen für Senioren:innen sind bereits registriert und auf auf der interaktiven Karte übersichtlich dargestellt. Sie haben oder planen ein Digitalisierungsangebot und Sie benötigen ehrenamtliche Unterstützung zum Start oder zur Weiterführung des Angebotes?

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Oder kontaktieren Sie die Koordinierende Stelle von digital dabei. Wir helfen Ihnen bei der Suche nach ehrenamtlichen Digitalmentor:innen oder beraten Sie bei Bedarf zum Aufbau und zur Durchführung von Digitalangeboten für Senior:innen.

Einen ersten Überblick können Sie sich hier verschaffen Aufbau eines Digitalangebotes für Senior:innen.

Werfen Sie gerne auch einen Blick in unser Kooperationspartner:innen-Netzwerk.

Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme und auf eine gemeinsame Zusammenarbeit!

Sie planen ein Digitalisierungsangebot für Senior:innen?

Selbstständig und souverän mit digitalen Medien umgehen können sind wichtige Bausteine, um am gesellschaftlichen Leben teilnehmen zu können. Digitale Teilhabe ermöglicht es flexibel und ortsungebunden Erledigungen zu tätigen, Informationen abzurufen, mit Menschen im Kontakt zu bleiben, Unterhalten zu werden, zu navigieren und vieles mehr. Nicht für jeden oder jede gestaltet sich der Weg zur digitalen Sourveränität gleich.

Gerade für ältere Menschen ist der rasante Fortschritt in der technischen Entwicklung eine große Herausforderung. So zeigen sich in zahlreichen Studien große Einbrüche in der Nutzung von Smarten Geräten in Korrelation mit dem Alter. „Insbesondere bei den Offliner*innen ab 80 Jahren mangelt es dann auch besonders an sozialen Unterstützungsressourcen und am Zutrauen, dies noch zu schaffen. Um eine weitere digitale Spaltung zu vermeiden, gilt es sich besonders um diese Personengruppe
zu bemühen, mögliche, konkrete Vorteile des Internets darzulegen und sie beim Einstieg zu begleiten.“ (SIM Studie, 2021, Seite 78)

Damit sind wir schon mitten bei den konkreten Tipps zur implementierung eines Digitalangebotes für Senior:innen:

  • Besonders günstig für ein Angebot im Bereich Digitalisierung ist das Bereitstellen eines öffentlich zugänglichen WLAN-Netzes (passwortgeschützt). Denn nicht alle Geräte verfügen über eine SIM-Karte mit Anschluss an das Mobilfunknetz. Prüfen Sie die Signalstärke des Internets in den Räumlichkeiten.
  • Wenn Sie nicht in der ganzen Einrichtung WLAN bereit stellen können, bietet sich der Kauf eines mobilen WLAN-Routers an (Beispielsweise: AVM FRITZ!Box 6820 LTE WLAN, Anschaffungspreis ca- 130 €). Zusätzlich benötigen Sie dazu eine SIM-Karte mit Datenvolumen. Im Albertinen Haus nutzen wir bspw. o.g. Router mit 30 GB Datenvolumen.
  • Weitere nützliche technische Geräte (Bilschirm, Drucker, Leihgeräte) zur einbindung in ein Schulungssetting finden Sie im Leitfaden unter 3.5.2. Weitere Aspekte zur Sicherheit unter 3.5.3)
  • Raumgröße, Sitzgelegenheiten, Tische
  • Je nach Format ist für die Gruppengröße ein geeigneter Raum bereitzustellen. Achten Sie vor allem auf
  • Barrierefreiheit (falls möglich)
  • ein angenehmes und ruhiges Lernumfeld
  • Tische und Stühle (Ablagemöglichkeit für Geräte und Unterlagen)
  • gute Sicht auf die unterstützende Person
  • guten Internetempfang
  • Inhalt: Schritt-für-Schritt Vermittlung von vorher festgelegtem Wissen
  • Für wen geeignet: Fortgeschrittene oder Anfänger:innen mit Vorkenntnissen
  • Gruppengröße: max. 6-7 Personen
  • Zeitrahmen: Wöchentliches Angebot / 6-10 feste Termine / 1,5 h mit Pause(n)
  • Wichtig: Auf homogenität bei Lernerfahrung und Vorkenntnissen achten
  • Möglicher Ablauf: Siehe Leitfaden (3.4.3)
  • Inhalt: Vermittlung von Überblickswissen zu einem Thema
  • Für wen geeignet: Anfänger:innen mit und ohne Vorkenntnisse
  • Gruppengröße: max 6-7 Personen
  • Zeitrahmen: max 2-3 h
  • Möglicher Ablauf: Einführung ins Thema / praktischer Teil / Fragerunde
  • Inhalt: Ausflug bei dem Praxiserfahrung gesammelt werden kann
  • Für wen geeignet: Fortgeschrittene oder Anfänger:innen mit Vorkenntnissen
  • Gruppengröße: max 5 Personen
  • Zeitrahmen: ca. 1-2 h
  • Wichtig: achten Sie auf ausreichende physische Mobilität
  • Möglicher Ablauf: Konzentration auf ein Themenfeld z.B. Fotografie, Mobilität, QR-Codes etc. Mehr siehe Leitfaden
  • Inhalt: Zusatzangebot, begleitend zu Gruppenkurs
  • Für wen geeignet: Fortgeschrittene oder Anfänger:innen mit Vorkenntnissen
  • Gruppengröße: max 6-7 Personen
  • Zeitrahmen: 45-60 min pro Einheit / während der Laufzeit des Kurses
  • Wichtig: informieren Sie sich vorher über den aktuellen Fortschritt im Kurs
  • Möglicher Ablauf: Passende Aufgaben (zum Kurs) zur selbstständigen oder gemeinsamen Erarbeitung. Unterstützungskraft hilft beim Lösungsweg und bespricht Lösung im Anschluss gemeinsam.
  • Inhalt: gemeinschaftliches „am Ball bleiben“, Themenvorauswahl möglich
  • Für wen geeignet: Fortgeschrittene oder Anfänger:innen mit Vorkenntnissen
  • Gruppengröße: max 10 Personen
  • Zeitrahmen: nach Bedarf – Gemeinschaft steht im Vordergrund. Fortlaufendes Angebot
  • Wichtig: beziehen Sie die Teilnehmenden für inhaltliche und organisatorische Planung mit ein.
  • Möglicher Ablauf: siehe Leitfaden
  • Inhalt: 1:1 Unterstützung im ruhigen Lernsetting
  • Für wen geeignet: Anfänger:innen und Anfänger:innen mit Vorkenntnissen, Fortgeschrittene mit konkreten Fragestellungen
  • Gruppengröße: 1 Person
  • Zeitrahmen: ca. 45-60 min pro Einheit / mehrere Nachfolgetermine anbieten / Je niedriger die Lernerfahrung im Vorfeld desto mehr Pausen und Wiederholungen werden zu Beginn benötigt.
  • Möglicher Ablauf: Lernen Sie sich und den Wissensstand Ihres Gegenübers kennen. Überlegen Sie gemeinsam für welchen Nutzen Sie Inhalte erlernen möchten, Setzen Sie sich zu Beginnn mögichst einfach zu erlernende Ziele, Wiederholen Sie regelmäßig und gehen Sie mit viel Ruhe auf die individuellen Fragestellungen und Bedürfnisse ein.
  • Inhalt:  Unterstützende bieten thematisch freie Sprechstunden an – mit oder ohne Anmeldung möglich
  • Für wen geeignet: Fortgeschrittene oder Anfänger:innen mit Vorkenntnissen -> konkrete(r) Unterstützungsbedarf / Problemstellung
  • Gruppengröße: Einzelunterstützung
  • Zeitrahmen: fortlaufendes Angebot (1-2 /Wo) 2-4 h Zeitfenster, 15-45 min pro Hilfesuchendem
  • Wichtig: Von Unterstützungsperson wird eine besondere Bandbreite gefordert
  • Möglicher Ablauf: Mehrere Unterstützungspersonen, nach Betriebssystem getrennt bieten individuelle Hilfestellung bei konkreten Fragestellungen an. Zu weiterführenden Fragen kann an andere Formate verwiesen werden (siehe interaktive Karte) Mehr siehe Leitfaden.
  1. Langsam und deutlich sprechen
  2. Je weniger die Lernerfahrung desto kleiner sollten die Gruppen sein
  3. Vermeiden Sie anfangs Anglizismen und Fachbegriffe (z.B. Browser, Android, Tab, App, Apple Store, Router, Icon usw.)
  4. Ermuntern Sie Ihr Gegenüber stets nachzuhaken und lassen Sie Raum für Fragen
  5. Stellen Sie den Nutzen in den Vordergrund (z. B. Heute schauen wir uns die Anwendung „WhatsApp“ an, – damit kann man…)
  6. Klären Sie im Vorfeld Lernerfahrung und – motivation
  7. Hilfe zur Selbsthilfe – Ihr Gegenüber behält das Gerät in der Hand!
  8. Trauen Sie sich zu loben und Anerkennung  zu zeigen
  9. Lassen Sie Ihr Gegenüber die Zeit etwas in seinem / ihrem Tempo zu wiederholen
  10. Bleiben Sie stets geduldig und freundlich
  11. Geben Sie eigene Wissenslücken zu
  12. Formulieren Sie am Ende der Stunde kleine, einfache Übungsaufgaben
  13. Lassen Sie den Senior oder die Seniorin bei Bedarf Schritt-für-Schritt Notizen anfertigen
  14. Wiederholen Sie gelerntes am Ende der Stunde und zu Beginn der neuen Stunde
  15. Überlegen Sie sich vorher grob einen Plan welchen Lerninhalt die Stunde haben kann: Roter Faden!

Im Leitfaden finden Sie Szenarien für die Vermittlung von Kompetenzen und Selbstvertrauen im Umgang mit dem Internet.

Zielgruppe: Anfänger:innen mit Vorkenntnissen und Fortgeschrittene.

Szenario „Wissen erweitern“ (Leitfadenseiten verlinken 2.1), „In Kontakt bleiben mit Familie und Freunden“ (2.2), „Mobil unterwegs in neuen Umgebungen“ (2.3) oder „Durch Online-Einkauf Lauferei ersparen“ (2.4).

Um möglichst homogene Gruppen für Ihre Formate zu finden, eignet sich ein individuell erstellter Bedarfserhebungsbogen. Hier werden Fragen zur Mobilität, Vorerfahrung, persönlichen Situation Lernerfahrungen etc. gestellt. Bitte achten Sie darauf, dass dort kein Feld zur Namenshinterlegung vorhanden ist. Soll der Fragebogen nicht anonym ausgefüllt werden kann der Name im oberen Bereich ergänzt werden.

„Die Treffen mit meiner Gruppe bringen mir viel Freude. Dabei meine ich nicht nur die kleinen Erfolgserlebnisse und Aha-Momente aufseiten der Seniorinnen und Senioren – sondern auch der generationsübergreifende Austausch, die kleinen Schwätzchen über aktuelle und alte Zeiten zwischendurch und die Dankbarkeit auf beiden Seiten. Ich sage meiner Gruppe immer: Jede von uns hat ihre Kompetenzen. Ich kann und kenne so vieles nicht, was die Seniorinnen beherrschen (zum Beispiel Stricken). Es ist also ein Geben und Nehmen.“

E. Rinne, 29 J.

„Meines Erachtens liegt der Bedarf eindeutig bei Einzelunterweisungen. Deswegen biete ich nur noch halbstündige „Sprechstunden“ an. Die Senioren haben ein großes Bedürfnis nach Privatsphäre. Sie sind im Einzeltermin ungehemmt und locker. Die Bandbreite der individuellen Kompetenz ist riesig. Oft haben Familienangehörige nicht die Zeit bei digitalen Problemen zu helfen. Nicht immer steht das Digitale im Vordergrund. Manchmal ist es Anlass für ein nettes Gespräch oder eine willkommene Abwechslung. Es entsteht sehr schnell ein gutes Vertrauensverhältnis. Die Senioren sind soooooo dankbar, das ist ein Geschenk!“

M. Gerull, 66 J.

„Es gibt immer wieder besonders ängstliche Senioren die sich an die digitale Welt nicht herantrauen. In diesen Fällen ist sehr viel Geduld gefordert. Die Gabe zuzuhören ist wichtig. Die „Schüler/innen“ haben auch oft Schwierigkeiten ihre Probleme zu beschreiben. Ich bin auch auf Fälle totaler Ablehnung gestoßen. In diesem Fall führe ich immer die positiven Seiten der digitalen Welt vor. Die Erleichterungen im täglichen Leben. Mir ist dabei immer wichtig auf die Stolperfallen hinzuweisen und ein Gefühl der Sicherheit aufzubauen. Wenn ich nach einiger Zeit erreiche, dass sich „meine Schüler/innen“ mit Freude im Netz bewegen ich es auch für mich ein wunderbares Gefühl. Ein Erfolgserlebnis.“

U. Mölzer, 70 J.

 „Viele Senior:innen verbinden mit dem Smartphone nichts positives weil vielleicht schon Familienmitglieder Druck ausgeübt und Ungeduld gezeigt haben. Letztens hatte ich zwei Damen, die unabhängig voneinander so dankbar waren, dass ich so geduldig war. Diese Erleichterung und der abfallende Druck waren schön zu sehen. Das Erklären der ganzen englischen Begriffe (App, Display, Account) fällt mir häufig schwer. Ich versuche dann eine deutsche Beschreibung dafür zu finden oder arbeite auch mit alltagsnahen Vergleichen. 

L. Dingebauer, 25.J.

Weitere hilfreiche Tipps, wie ein neues Angebot eingerichtet werden kann, findet sich auch in der Broschüre „Nie zu alt für Neues! Wie freiwillig Engagierte älteren Menschen Zugänge in die digitale Welt ermöglichen. Eine Planungshilfe für Organisationen und Initiativen.“

Sie bieten bereits Digitalisierungsangebote für Senior:innen an?

Sie bieten bereits ein Digitalisierungsangebot für Senior:innen in Hamburg an sind noch nicht auf unserer interaktiven Karte vertreten? Dann freuen wir uns, wenn Sie Kontakt zur Koordinierenden Stelle aufnehmen. Hier können Sie ein Werbeplakat mit Freifeld für Ihren Standort herunterladen.

Sie interessieren sich für den Vortrag „Technikberatung“?

In Zusammenarbeit mit den ehrenamtlich beratenden SeniorTrainernIN, die bereits zahlreiche Projekte initiiert und mit durchgeführt haben, konnte ein Vortrag zum Thema „Technikberatung“ erarbeitet werden. Bitte sprechen Sie uns dazu an.

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